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CDU Thüringen ruft zur Impfung auf

Christian Hirte: „Maßnahmen am aktuellen Geschehen ausrichten”

Es führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen mehr impfen und mehr testen”, fordert Christian Hirte, Landesvorsitzender der CDU Thüringen. Es bestehe Einigkeit darüber, dass die Corona-Impfung vor schweren und tödlichen Krankheitsverläufen schützt und das Gesundheitssystem entlastet. „Die Bürger verdienen aber auch Ehrlichkeit. Dazu gehört, dass Aussagen aus dem Sommer korrigiert werden müssen, etwa der Optimismus, dass das Impfen die Wirkung entfaltet, die man sich erwartet hatte. Dafür sind einerseits nach wie vor zu wenige Bürger geimpft. Andererseits lässt die Wirkung der Impfung schneller nach als zunächst angenommen.“

Die Corona-Maßnahmen müssen sich am aktuellen Geschehen ausrichten. Aktuell explodieren die Infektionszahlen, Thüringen hat deutschlandweit die höchste Hospitalisierungsrate und die massivste Auslastung der Intensiv- und Beatmungsbetten. Die Krankenhäuser und das gesamte Gesundheitssystem stehen vor einer Zerreißprobe. Ärzte und Pflegepersonal befinden sich am Limit. Der Landesregierung unter Bodo Ramelow droht erneut der Kontrollverlust. Auch auf Bundesebene erweckt die neue Parlamentsmehrheit der Ampel nicht den Eindruck, die Lage voll im Blick zu haben. Wir befinden uns in einer Notlage. Darum erwarte ich von der heutigen Konferenz der Ministerpräsidenten konkrete Maßnahmen, um die derzeitigen Entwicklungen einzudämmen“, so Hirte weiter.

Dass ab heute verbreitet 2G in Thüringen gilt, stelle einen Zwischenschritt dar, dürfe aber keinen Lockdown durch die Hintertür bedeuten. Vor allem Schulen und Kindergärten müssten offenbleiben. Dafür brauche es flächendeckend einfach zugängliche Test- und Impfangebote, letztere mit besonderem Blick auf Auffrischungen („Booster”).

Als CDU Thüringen rufen wir in dieser dramatischen Lage alle auf, sich impfen zu lassen und gegebenenfalls ihre bisherige ablehnende Haltung zu überdenken. Das persönliche Risiko für Krankheit, Krankenhaus oder Tod ist für Geimpfte massiv niedriger. Dennoch kann man sich und andere infizieren, vor allem mit längerem Abstand zur letzten Impfung. Ich appelliere daher auch an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen: Testen Sie sich regelmäßig und vermeiden Sie Kontakte, bei denen Impfung und Testung nicht sichergestellt sind. Wir sind alle Teil der Pandemie – und wir werden sie auch nur gemeinsam überwinden”, so der Landesvorsitzende abschließend.